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"Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus." Galater 3, 28


Liebe Gemeinde,

Jeder Mensch ist nunmal anders. Haben sie das auch schonmal gedacht oder gesagt und dabei etwas resigniert geseufzt?. Wenn Sie einfach nicht begreifen konnten, wie ein anderer so leben kann? Oder als Ihnen die Meinung des anderen so sehr nicht in den Kopf wollte, dass Sie ihm seinen am liebsten mal ordentlich gewaschen hätten? Nicht immer kommen wir gut damit zurecht, dass der andere nunmal so anders ist. Wieviel Ärger bliebe uns erspart, wenn das Gegenüber doch einfach nur so wäre wie ich!
Jeder Mensch ist nunmal anders. Das hat schon der Apostel Paulus vor 2000 Jahren gewusst. Und schon damals war es so: Wo unterschiedliche Typen miteinander auskommen müssen, da gibt es Spannungen – auch in der Gemeinde. Das ist ganz normal und ich glaube, das ist auch gut so. Denn irgendwie wäre die Welt doch auch langweilig, wenn alle so wären wie ich – eintönig, grau, immer dasselbe. Eine Welt, ein Dorf, eine Gemeinde gewinnt an Farbe und Lebendigkeit durch jeden Einzelnen, der da ist. Durch seine Sicht der Dinge, durch sein Engagement und durch seine Begabungen. Und es gibt keinen, auf den das nicht zuträfe! Keiner ist übrig, jeder ist wichtig.
Für den Fall, dass es doch einmal zu Konflikten kommt, gibt uns der Apostel Paulus das obige Wort mit auf den Weg. Ich würde es in diesem Zusammenhang etwa so übersetzen: Konflikte dürfen sein und dürfen auch ausgetragen werden. Nichts ist schlimmer als unausgesprochener und gärender Unmut. Aber wenn es dazu kommt, vergesst nicht, was euch alle untereinander trotzdem eint: Jesus Christus, der Euch als Gemeinde zusammengestellt hat hier an diesem Ort, und euer Glaube an ihn, der euch alle verbindet und einander achten lässt!
Noch ein letzter Gedanke: Jeder Mensch ist nunmal anders, das heißt auch: Jeder ist ein Unikat. Diese Einzigartigkeit erinnert uns daran, dass Jede und Jeder von uns für sich genommen vor Gott unendlich wertvoll ist – ganz unabhängig davon, ob anderen meine Nase gefällt – und ja – auch mit allen Macken und Unzulänglichkeiten. Auch mit all dem, was mir nicht gelingt und den Fehlern, die ich mache. Der himmlische Vater liebt alle seine Kinder gleich – ohne Unterschiede und Bevorzugungen. Was für eine großartige Botschaft! In diesem Bewusstsein lassen Sie uns miteinander leben, arbeiten und glauben!

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer i.E. Andreas Ohle